flosithiv.com erhält Medienpreis HIV/AIDS

Medienpreis HIV/AIDS für flosithiv.com

Im Rahmen des derzeit in Hamburg stattfindenden Deutsch-Österreichischen-AIDS-Kongresses erhielt ich gestern Abend den Medienpreis HIV/AIDS für diesen Blog.

Ich bedanke mich ganz herzlich und freue mich rießig über die Wertschätzung. Der Medienpreis HIV/AIDS wird alle zwei Jahre von der Deutschen AIDS-Stifung vergeben.

Sachliche und kompetente Medienarbeit, die an den Menschen orientiert ist, zeichnet die Stiftung schon seit 30 Jahren aus: Der Medienpreis HIV/AIDS gehört zur Stiftung seit ihrer Geburtsstunde im Jahr 1987.

Ein großes Anliegen der Stiftung ist es, junge Menschen zum Nachdenken über „HIV heute“ anzuregen. Deshalb belohnt sie besonders engagierte und inhaltlich herausragende Arbeit zum Thema mit einem eigenen Preis, dem JUGEND Medienpreis HIV/AIDS.

Der Medienpreis und der JUGEND Medienpreis werden im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgeschrieben und umfassen jeweils zwei Kalenderjahre. Eine unabhängige Jury aus Medizinern, Journalisten und AIDS-Experten entscheidet über die Preisvergabe.

Die Stiftung zeichnete gestern insgesamt vier Beiträge mit dem Medienpreis HIV/Aids 2017/2018 aus.. Den Preis erhielten neben mir:

– Birgit Wittstock für ihre Langzeitrecherche, die in zwei Teilen in der Wiener Wochenzeitung Falter erschien: „Philipp, 35, positiv“ (Falter 17/18) und „Philipp, A. und ich“ (Falter 22/18)
– Martin Reichert für seine Publikation „Die Kapsel. AIDS in der Bundesrepublik“,  Suhrkamp Verlag Berlin 2018

Der JUGEND-Medienpreis HIV/AIDS wurde vergeben für das Theaterstück „Under Control“.

Die wunderbare Laudatio für flosithiv.com mit der Begründung der Jury hielt gestern die bezaubernde TV-Moderatorin und Schauspielerin Jessica Stockmann:

Einige von Ihnen, liebe Gäste, dürften unseren nächsten Preisträger bereits kennen.

Er ist das Gesicht einer Kampagne – ICH WEISS WAS ICH TU.  Aber nicht nur: Man begegnet ihm auch auf Konferenzen wie dieser, bei Positiventreffen, und dort wo Menschen zusammenkommen die sich über HIV austauschen.

Florian Winkler-Ohm –  Journalist und HIV- und Drogenaktivist – ist viel unterwegs. Auch um so schreibt er in seiner Bewerbung die Community und am Thema interessierte Menschen an den Infos von großen Konferenzen teilhaben zu lassen. Locker und in verständlicher Sprache.

Dazu betreibt Florian Winkler-Ohm den Blog flosithiv.com

Die Jury zeichnet diesen Blog heute mit dem Medienpreis HIV/AIDS aus.

In der Begründung der Jury heißt es: Florian Winkler-Ohm berichtet in seinem Blog flosithiv.com seit Jahren über alle relevanten Themen und über Veranstaltungen der HIV-Szene. Er reist zu den wichtigsten Kongressen,  wie der Welt-Aids-Konferenz, dem DÖAK und den Positiven Begegnungen um darüber zu berichten.

FWO führt Infos vor der Kamera mit Fachleuten genauso wie Aktivsten und Aktivistinnen immer auf sehr neugierige Art. Er nimmt Podcast auf und er schreibt vielfältig in der Aufbereitung und den Themen.

Dabei sind seine Beiträge lebendig und sie sind kurzweilig.

Florian Winkler-Ohm zeigt aktuelle Fakten und was Menschen mit HIV und die von HIV am stärksten betroffenen Gruppen gerade bewegt. Damit wurde er zum Sprachrohr für viele Menschen mit HIV und für ihre Themen, wie Schutz durch Therapie, PreP, Chemsex oder Diskriminierung im Gesundheitswesen.

Sein Blog ist aktuell, kritisch und engagiert. Ohne zu verharmlosen, einseitig zu sein oder zu dramatisieren. Mit seinem Blog leistet Florian Winkler-Ohm deshalb einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung von HIV und zum Abbau von Diskriminierung.

Lieber Florian Winkler-Ohm: wir gratulieren Ihnen herzlich zum Medienpreis HIV/AIDS.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei der Deutschen AIDS-Stiftung, bei der Deutschen Aidshilfe, bei allen Freund_innen der HIV-Selbsthilfe und allen Protagonist_innen der Videos und Interviewpartner_innen:

Ohne euch wäre dieser Blog ziemlich leer. Danke für eure Arbeit.

Holger: Nach der PoBe ist vor der PoBe

Heute vor einer Woche starteten die Positive Begegnungen. Und da bekanntlich nach der PoBe vor der PoBe ist, wird es höchste Zeit DANKE zu sagen an die Vorbereitungsgruppe – ihr habt etwas Großartiges in Hamburg auf die Beine gestellt. Findet ihr nicht auch?

 

 

Und hier könnt kommt ihr auf die Faebookseite der Positiven Begegnungen!

Stigma – zurück an Absender: Lillian über Vorurteile & Diskriminierung

lilianHIV-positive Menschen werden allzu oft stigmatisiert und diskriminiert. Lillian Petry kämpft gegen derartige Vorurteile – insbesondere, weil Menschen aus anderen Kulturkreisen und mit einer anderen Hautfarbe weiterer Stigmata ausgesetzt sind.

Sie wünscht sich, dass Menschen sich besser informieren statt andere zu stigmatisieren und diskriminieren.

Im Rahmen der Positiven Begegnungen in Hamburg sprach sie mit flosithiv.com

 

 

Deswegen möchte ich an dieser Stelle auch auf die

IMG_2969Kontaktstelle zu HIV-bedingter Diskriminierung
Kerstin Mörsch
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
Wilhelmstr. 138
10963 Berlin
Telefon: 030 690087-67 (Bürozeiten: Mo, Di und Fr, 9–15 Uhr)
E-Mail: gegendiskriminierung@dah.aidshilfe.de.

aufmerksam machen.

 

 

Spiel verloren. Herzen gewonnen.

Einfach göttlich, der Göttlich: Zwar hat es gerade beim Auswärtsspiel des FC St. Pauli in Dresden gaaaaanz knapp nicht gereicht (1:0), jedoch hat der Präsident und sein Verein bei den PoBe-Teilnehmer*innen ganz sicher viele Herzen gewonnen.

Wie toll schon seine Begrüßungsrede ankam, könnt ihr in meinem Blog vom ersten PoBe-Tag nachlesen:

HIV & Fußball: Zeit, dass sich was dreht

imageWie wichtig dem Verein das Thema ist, demonstrierte Oke Göttlich auch gestern: Zusammen mit seiner Familie nahm er auch bei der Demo „Stigma – zurück an Absender“ teil.

Ein großes Signal des Mannes, der sich auch für ein autofreies Hamburg  begeistern kann.

Und auch die Flyer und Broschüren verteilte der Präsident des FC St. Pauli gestern kräftig mit. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle – soviel Engagement hat mehr als nur einen „guten Eindruck“ hinterlassen.

 

Oke Göttlich war der Schirmherr dieser Positiven Begegnungen. Kurz vor der Demo nahm er sich auch noch die Zeit um für meinen Blog über seine Beweggründe des Engagements zu sprechen. Seht selbst:

 

PoBe 2016: Nur gemeinsam gehts voran

Es ist so einfach und doch so schwer: Sei ein Teil der Lösung – mit diesem Motto finden noch bis heute Nachmittag die Positiven Begegnungen in Hamburg statt. Auf der alle zwei Jahre durchgeführten Konferenz tagen, diskutieren und planen HIV-positive Menschen welche Prozesse notwendig sind wenn es um das große Thema HIV geht.

Redet nicht über uns, sondern mit uns: Menschen mit HIV wissen am besten was sie wollen und brauchen. Deswegen ist die PoBe eine großartige, sinnvolle und erhaltenswerte Veranstaltung .

Auch deswegen, weil unsere Community so großartig bunt und vielfältig ist, dass der Austausch in bestimmten zeitlichen Abständen die notwendige Grundlage einer gemeinsamen strategischen Arbeit liefert.

Einer Arbeit mit dem gemeinsamen Ziel: Die Ausgrenzung und Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen zu beenden.

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Vielfältigkeit bedeutet jedoch auch unterschiedliche Sichtweisen auf Dinge und Themen zu haben. Das wurde mir in meinem gestrigen Themenstrang Drogen ganz deutlich. Zwar kämpfen Konsumenten von Cannabis und chemischen Drogen – wie beispielsweise Crystal Meth – grundsätzlich beide um Akzeptanz: die Herangehensweisen können dabei aber grundsätzlich verschieden sein. Dies ist kein Hindernis sondern eine Chance für alle.

Es geht bei all unseren Themen nicht darum, zu allem eine gemeinsame Lösung zu finden. Es geht darum als Community gemeinsame Werte – wie Zusammenhalt und Wertschätzung für andere Sichtweisen – nach außen zu tragen.

Stigma-Logo2Hierbei ist es besonders von Bedeutung, dass es uns gelingt auch über die Positiven Begegnungen hinaus unsere gemeinsamen Anliegen laut, mutig und entschlossen in die Welt zu tragen.

Wir sind ein bunter Haufen: Männer die Sex mit Männern haben (MSM), Drogengebraucher*innen, Trans*Menschen, Frauen, Kinder & Jugendliche, Menschen die sich für einen Schutz durch Therapie entscheiden, PrEP-Nutzer*innen, Menschen in Haft, Menschen aus anderen Kulturkreisen oder anderen Ländern und viele weitere mehr.

HIV ist zwar der kleinste gemeinsame Nenner, jedoch nicht Grund genug alle Bedarfe über einen Kamm zu scheren – wir müssen hinhören, verstehen, lernen wollen und wirkliches Interesse zeigen.

Hier treffen tolle, liebenswerte und engagierte Menschen in Hamburg aufeinander und einmal mehr wird mir klar:

Jeder von uns ist Teil der Lösung. Doch: Nur gemeinsam gehts voran. #PoBe2016

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