Du bleibst unvergessen, Wolfgang Wermter

Die Nachricht vom Tod meines langjährigen ICH WEISS WAS ICH TU-Kollegen Wolfgang Wermter hat mich getroffen und traurig gemacht.

Wolfgang war immer für die Community da. Immer in Aktion. Immer fröhlich. Oft auch unbequem, wenn es der Sache diente. Doch das war immer richtig.

Genau an dieses Engagement hat er nun seinen Herzschlag verloren. Wir vergessen keine Minute davon.

Meine Gedanken sind bei seinem Mann Andreas und all den anderen lieben Menschen, der Familie, Freund_innen und Wegbegleiter_innen die Wolfgang nun in Trauer zurücklässt. Möge seine Seele Frieden finden.

Mein letztes Interview habe ich mit Wolfgang vor drei Jahren geführt.

Es wurde bislang nicht veröffentlicht. Es ist mein letzter Gruß und meine Verneigung vor einem Präventionskollegen, der sich über Jahrzehnte engagiert und mit ganzem Herzen für die Themen „Schutz durch Therapie“ und „Älter werden als schwuler Mann“ eingesetzt hat.

Er und sein Mann waren das erste offen lebende diskortante Paar (ein Partner ist positiv und unter wirksamer Therapie, der andere negativ), welches sich bei ICH WEISS WAS ICH TU, der Präventionskampagne der Deutschen Aids-Hilfe, engagiert und auf zahlreichen Veranstaltungen den Fragen von Interessierten gestellt hat.

Wolfgang und Andreas haben einen entscheidenden Beitrag für die Verbreitung der Botschaft „Schutz durch Therapie“ geleistet.

Wolfgang starb nach langer Krankheit. Sein Lebenswerk bleibt unvergessen.

Dr Dirk Sander: „ 90-90-90 Ziele: Wir haben auch andere Probleme“

Soeben hält Dr. Dirk Sander auf der Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam seinen Vortrag. Dirk ist Referatsleiter für den Bereich Schwule und andere MSM (Männer die Sex mit Männern haben) und Leben mit HIV bei der Deutschen AIDS-Hilfe.

Kurz vor seinem Vortrag nahm er sich Zeit für ein Interview mit mir und seinen Blick auf die Konferenz.

„Wir sind in ja mittlerweile in einer Situation in der wir wirklich ernsthaft darüber nachdenken können, dass wir auch HIV beenden können

Über mehr zu erfahren zu seinen Plänen und den Fokus auf die wichtigen Präventionsthemen „Psychisches Wohlbefinden“ und „Substanzgebrauch“ schaut das ganze Interview:

Franz: Seit 1987 HIV-positiv. Und er wird nicht älter…

Franz und Cher teilen ein magisches Geheimnis: Beide werden niemals älter. Wie das funktioniert verrät Franz in diesem Video. Und falls nicht, erfährt ihr auf jeden Fall wie es für Franz war in den 80er Jahren mit dem HI-Virus positiv getestet worden zu sein, wie es war alle Freunde an HIV zu verlieren und dennoch heute voller Lebenslust für das Zentrum für Aidsarbeit in Schwaben und die Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU (IWWIT) der Deutschen Aids-Hilfe vielen Menschen Mut zu machen.

Seit 1987 ist Franz HIV-positiv. Das ist so ungefähr als ich geboren wurde. Ja, ungefähr 😉 Was uns jedenfalls seit rund fünf Jahren eint, ist der gemeinsame Einsatz für die IWWIT-Kampagne, insbesondere im Fetisch-Bereich.

Am Freitag startet in Berlin Folsom Europe – der Höhepunkt jeden Jahres für die Fetisch-Community in Europa und für Franz eines der wichtigsten Termine in seinem mehr als vollen Reisekalender zu Präventionseinsätzen. Mit viel Einsatz und noch mehr Reisegepäck verwandelt sich dann auch Franz wieder in einen wahrhaftigen Fetischkerl. Wie genau das aussieht,  das bleibt an dieser Stelle ein Geheimnis.

Nur soviel: Cher ist neidisch. Aber seht einfach selbst:

Mehr Informationen zum AWO-Zentrum für Aidsarbeit Schwaben gibt es unter: http://www.zas-schwaben.de

Mehr Informationen zu Franz´Engagement bei ICH WEISS WAS ICH TU: http://www.iwwit.de/kampagne/team/franz

 

So Isses: Mein positives Testergebnis

So Isses – das war der Name einer authentischen Video-Reihe der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU vor rund fünf Jahren. Enstanden sind damals einige Videos, die ungeschminkt und klar die Protagonisten in den Fokus des Betrachters und der interessierten Öffentlichkeit brachten: Menschen mit HIV.  Menschen wie du und ich.

Einer davon war und bin ich. Und wann wenn nicht zum Start der Positiven Begegnungen 2016 – die bis Sonntag in Hamburg stattfinden – könnte man nochmal einen Blick auf dieses Video – meine Geschichte zum positiven Testergebnis – werfen.

Damals lebte ich noch in Augsburg und war verheiratet. Heute lebe ich in Berlin und bin immer noch verliebt. Und nachdem Schwule ja nie älter werden, ist das Video heute noch so „fresh“ wie damals….;-)

Hier gibts meine Geschichte:

Übrigens: Viele andere „So isses“-Videos findet ihr auch  auf YouTube oder über nachfolgenden Link: https://www.youtube.com/user/wwwIWWITde

Und weil Vielfalt rockt – hier noch die Geschichte von Thilo – So Isses.