PositHIVe Gesichter – das sind wir.

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Vielen herzlichen Dank an den Autor Axel Schock für seinen tollen Beitrag über die PositHIVen Gesichter, der gestern auf magazin.hiv erschienen ist – einer Seite die mit vielen spannenden Themen rund um das Thema HIV lockt – schaut mal vorbei.

Bei ihrer konstituierenden Sitzung am vergangenen Wochenende haben die bei den Positiven Begegnungen 2016 gewählten Mitglieder des Positiven-Gremiums der Deutschen AIDS-Hilfe ihre Arbeit aufgenommen.

Nach außen vertreten werden die PositHIVen Gesichter künftig von Angelika Timmer und Stephan Gellrich. Dennis Leutloff übernimmt das Sekretariat, Florian Winkler-Ohm betreut federführend die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Vertreter_innen der Positiven-Communities sind Ansprechpartner_innen für Fragen zur Beteiligung im Verband. In den kommenden zwei Jahren werden sie die Deutsche AIDS-Hilfe beispielsweise bei der Besetzung von wichtigen Selbsthilfegremien wie dem Community Board des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK) beraten. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Förderung der Kommunikation zwischen den Communities untereinander und mit dem Verband.

Das zwölfköpfige Team werde an die Arbeit der Vorgänger_innen anknüpfen, so Stephan Gellrich, der zum zweiten Mal in das Gremium gewählt wurde. So will man auch weiterhin „BIS 2030“, das Strategiepapier der Bundesregierung zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, kritisch begleiten. Besondere Aufmerksamkeit soll auch die Vernetzung der landesweiten Positiven-Organisationen sowie das Thema „Versorgung für alle“ erhalten. Bereits geplant ist eine Online-Aktion zum Welt-Aids-Tag  unter dem Slogan „Jetzt hört ihr uns zu!“.

Kontakt zu den PositHIVen Gesichtern ist über deren Facebook-Seite sowie per Mail über kontakt-posithivegesichter@dah.aidshilfe.de möglich.

 

 

Holger: Nach der PoBe ist vor der PoBe

Heute vor einer Woche starteten die Positive Begegnungen. Und da bekanntlich nach der PoBe vor der PoBe ist, wird es höchste Zeit DANKE zu sagen an die Vorbereitungsgruppe – ihr habt etwas Großartiges in Hamburg auf die Beine gestellt. Findet ihr nicht auch?

 

 

Und hier könnt kommt ihr auf die Faebookseite der Positiven Begegnungen!

Stigma – zurück an Absender: Lillian über Vorurteile & Diskriminierung

lilianHIV-positive Menschen werden allzu oft stigmatisiert und diskriminiert. Lillian Petry kämpft gegen derartige Vorurteile – insbesondere, weil Menschen aus anderen Kulturkreisen und mit einer anderen Hautfarbe weiterer Stigmata ausgesetzt sind.

Sie wünscht sich, dass Menschen sich besser informieren statt andere zu stigmatisieren und diskriminieren.

Im Rahmen der Positiven Begegnungen in Hamburg sprach sie mit flosithiv.com

 

 

Deswegen möchte ich an dieser Stelle auch auf die

IMG_2969Kontaktstelle zu HIV-bedingter Diskriminierung
Kerstin Mörsch
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
Wilhelmstr. 138
10963 Berlin
Telefon: 030 690087-67 (Bürozeiten: Mo, Di und Fr, 9–15 Uhr)
E-Mail: gegendiskriminierung@dah.aidshilfe.de.

aufmerksam machen.

 

 

Spiel verloren. Herzen gewonnen.

Einfach göttlich, der Göttlich: Zwar hat es gerade beim Auswärtsspiel des FC St. Pauli in Dresden gaaaaanz knapp nicht gereicht (1:0), jedoch hat der Präsident und sein Verein bei den PoBe-Teilnehmer*innen ganz sicher viele Herzen gewonnen.

Wie toll schon seine Begrüßungsrede ankam, könnt ihr in meinem Blog vom ersten PoBe-Tag nachlesen:

HIV & Fußball: Zeit, dass sich was dreht

imageWie wichtig dem Verein das Thema ist, demonstrierte Oke Göttlich auch gestern: Zusammen mit seiner Familie nahm er auch bei der Demo „Stigma – zurück an Absender“ teil.

Ein großes Signal des Mannes, der sich auch für ein autofreies Hamburg  begeistern kann.

Und auch die Flyer und Broschüren verteilte der Präsident des FC St. Pauli gestern kräftig mit. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle – soviel Engagement hat mehr als nur einen „guten Eindruck“ hinterlassen.

 

Oke Göttlich war der Schirmherr dieser Positiven Begegnungen. Kurz vor der Demo nahm er sich auch noch die Zeit um für meinen Blog über seine Beweggründe des Engagements zu sprechen. Seht selbst:

 

PoBe 2016: Nur gemeinsam gehts voran

Es ist so einfach und doch so schwer: Sei ein Teil der Lösung – mit diesem Motto finden noch bis heute Nachmittag die Positiven Begegnungen in Hamburg statt. Auf der alle zwei Jahre durchgeführten Konferenz tagen, diskutieren und planen HIV-positive Menschen welche Prozesse notwendig sind wenn es um das große Thema HIV geht.

Redet nicht über uns, sondern mit uns: Menschen mit HIV wissen am besten was sie wollen und brauchen. Deswegen ist die PoBe eine großartige, sinnvolle und erhaltenswerte Veranstaltung .

Auch deswegen, weil unsere Community so großartig bunt und vielfältig ist, dass der Austausch in bestimmten zeitlichen Abständen die notwendige Grundlage einer gemeinsamen strategischen Arbeit liefert.

Einer Arbeit mit dem gemeinsamen Ziel: Die Ausgrenzung und Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen zu beenden.

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Vielfältigkeit bedeutet jedoch auch unterschiedliche Sichtweisen auf Dinge und Themen zu haben. Das wurde mir in meinem gestrigen Themenstrang Drogen ganz deutlich. Zwar kämpfen Konsumenten von Cannabis und chemischen Drogen – wie beispielsweise Crystal Meth – grundsätzlich beide um Akzeptanz: die Herangehensweisen können dabei aber grundsätzlich verschieden sein. Dies ist kein Hindernis sondern eine Chance für alle.

Es geht bei all unseren Themen nicht darum, zu allem eine gemeinsame Lösung zu finden. Es geht darum als Community gemeinsame Werte – wie Zusammenhalt und Wertschätzung für andere Sichtweisen – nach außen zu tragen.

Stigma-Logo2Hierbei ist es besonders von Bedeutung, dass es uns gelingt auch über die Positiven Begegnungen hinaus unsere gemeinsamen Anliegen laut, mutig und entschlossen in die Welt zu tragen.

Wir sind ein bunter Haufen: Männer die Sex mit Männern haben (MSM), Drogengebraucher*innen, Trans*Menschen, Frauen, Kinder & Jugendliche, Menschen die sich für einen Schutz durch Therapie entscheiden, PrEP-Nutzer*innen, Menschen in Haft, Menschen aus anderen Kulturkreisen oder anderen Ländern und viele weitere mehr.

HIV ist zwar der kleinste gemeinsame Nenner, jedoch nicht Grund genug alle Bedarfe über einen Kamm zu scheren – wir müssen hinhören, verstehen, lernen wollen und wirkliches Interesse zeigen.

Hier treffen tolle, liebenswerte und engagierte Menschen in Hamburg aufeinander und einmal mehr wird mir klar:

Jeder von uns ist Teil der Lösung. Doch: Nur gemeinsam gehts voran. #PoBe2016

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HIV & Fußball: Zeit, dass sich was dreht

Das ich mal über Fußball schreibe – der Sportart der ich durch konsequentes Turnbeutelvergessen – schon in Schulzeiten so gekonnt aus dem Weg gegangen bin – hat hier einen guten Grund: Und der heißt FC St. Pauli.

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Gestern Abend starteten in Hamburg die Positiven Begegnungen 2016 (PoBe)- bis Sonntag diskutiert, plant und organisiert hier die HIV-Community was in Sachen HIV gerade so läuft, was sich verändern muss und wo mal so richtig auf den Tisch gehauen werden muss.

Der Profifussball wäre da so ein Beispiel. Zwar hängen in den meisten Stadien inzwischen große Banner die für Gleichberechtigung und gegen Stigmatisierung werben – die Realität in den meisten Vereinen sieht hier jedoch leider noch anders aus. Grund genug also das Motto der PoBe – Sei ein Teil der Lösung – ernst zu nehmen um hier an Veränderungen zu arbeiten.

Dies lies sich der FC St. Pauli nicht zweimal sagen: „Unser Verein ist bekannt für sein Engagement gegen Sexismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Homopobie, gegen Ausgrenzung in jeder Form“ sagte gestern Abend im Rahmen der Eröffnung Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli. Für die Positiven Begegnungen in Hamburg hat er die Schirmherrschaft übernommen.

Der Verein ist – um mal in der Fußballsprache zu bleiben – Tabellenführer im Profifußball in Sachen Engagment für Emanzipation in einer Welt, in der das nicht selbstverständlich ist. Ausgrenzung von Minderheiten ist im Fußball noch immer furchtbar präsent.

Ausgrenzung eine Absage zu erteilen und Selbstverständlichkeit zu demonstrieren sind die Kernbotschaften der Eröffnungsrede des Schirmherrn:

Oke„Wir möchten deutlich machen: Eine HIV-Infektion muss und sollte keine Rolle spielen im Alltag. Nicht im Stadion und nicht beim Zahnarzt. Nicht auf dem Spielfeld und nicht am Arbeitsplatz. Nicht am Stammtisch und nicht in der Familie.“

Es sind starke Worte die auf begeisterte Zuhörer treffen im Audimax der Bucerius Law School – der Arena der Eröffnung – wie Holger Wicht, Moderator der Eröffnungsveranstaltung und Pressesprecher der Deutschen AIDS-Hilfe – sie in Erinnerung an die gerade zu Ende gegangen Olympischen Spiele getauft hat.

Es ist ein wichtiges Zeichen für einen selbstverständlicheren Umgang im Fußball der gestern hier gesetzt wurde – eine Punktlandung schon zum Auftakt der PoBe: “ Wo Menschen Angst haben, müssen wir aufklären. Zu viele Leute wissen noch nicht, dass HIV durch eine Blutgrätsche nicht übertragen werden kann“ – der Saal – gefüllt mit rund 400 Teilnehmern aplaudiert.

OkeUnd Göttlich fährt fort: „Diesen Menschen müssen wir erklären, dass man HIV ohne Problem Fußball spielen kann, so wie man alles tun kann: Alt werden, arbeiten Sex haben, Sport treiben. Das müssen wir immer wieder deutlich sagen und vor allem zeigen.“

Und er hat Recht. Es ist Zeit das sich was dreht hat Herbert Grönemeyer zur letzten WM bereits gesungen: Wo wir Zurückweisung begegnen, müssen wir erst die gelbe und dann auch mal die rote Karte ziehen. Augsrenzung ist nicht akzeptabel!

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Zeit, dass sich was dreht – sang ja schon Herbert Grönemeyer zur Fußball WM 2012 – und hey, wenn Herbert das singt muss das stimmen. Der hatte doch schon mit seinem Song „Männer“ recht…;-)

Bin dann mal ne Rund Fußballspielen und ihr könnt hier nochmal ganz entspannt den Herbert lauschen:

Foto: DAH/Johannes Berger