Die PrEP kommt…

Ich glaub es geht schon wieder los: In zwei Tagen starten die Positive Begegnungen 2016 in Hamburg. Ich freue mich von dort für euch über viele spannende Themen und Neuigkeiten zu HIV/Aids in meinem Blog flosithiv.com zu berichten.

Folgt gerne diesem Blog, liked, kommentiert und diskutiert mit mir und meinen Gesprächspartnern – wir freuen uns drauf. Die Positiven Begegnungen finden alle zwei Jahre statt und bieten der Community eine Plattform zur Weiterbildung und zum Austausch bis zum kommenden Sonntag in der schönen Hansestadt.

Und im Vorfeld der PoBe stehen die Zeichen bei der EU schon mal ganz gut: Die EU-Komission erteilte gestern die Zulassung zur HIV-PrEP. Sie verhindert die Übertragung von HIV prophylaktisch. Neben dem Kondom bietet die PrEP eine weitere Schutzmöglichkeit vor dem HI-Virus. Vorallem schwule Männer mit hohem HIV-Risiko bietet die PrEP zukünftig eine gute, weitere Schutzmöglichkeit.

Mehr Infos zur PrEP findet ihr bereits bei mir im Blog unter:

https://flosithiv.com/20…/…/24/darf-ich-doktor-zu-dir-sagen/

Neben dem Medizinreferenten Armin Schafberger (den ich so gern den Ehrendoktor verleihen würde) sprach ich bei meiner Teilnahme der Welt-Aids-Konferenz in Durban/Südafrika auch mit Dr. (diesmal wirklich ein Doktor-Titel ;-)) Will Nutland von Prepster.info – einer Seite die Menschen beim Erwerb der PrEP behilflich ist. Seht selbst:

HIV-PrEP-Interview unter Palmen: Dr. Will Nutland & Flo

Auch hier in Durban wird umfangreich über die PrEP diskutiert. Bei der Pre-Exposure Prophylaxis (PrEP) nehmen HIV-negative zum Schutz vor einer Ansteckung HIV-Medikamente ein. Das kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn man sich aufgrund bestimmter Risikosituationen temporär vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen möchte.

Viele Kritiker meinen: Wieso soll ich eine Pille (Prophylaxe) schlucken um die Einnahme einer anderen Pille (HIV-Mediaktion) zu verhindern? Ganz einfach: Weil jeder von uns Zeiten im Leben hat, in denen er oder sie besonders sexuell aktiv ist und damit auch ein erhöhtes Infektionsrisiko hat. Nimmt jemand in dieser Zeit die PrEP und bleibt von einer Infektion verschont, kann so zu einem späteren Zeitpunkt im Leben – an dem kein  Risiko mehr für eine Infektion besteht – ein Leben ohne HIV-Medikamente geführt. Ob und für wen das Sinn macht – darüber muss sich jeder selbst sein Urteil bilden.

Unbestritten ist: Die PrEP ist – richtig angewendet – ein wirksamer Schutz vor der Ansteckung mit HIV. Genügend Studien beweisen das inzwischen. Hätte es die Möglichkeit vor zehn Jahren bereits gegeben: Ich hätte sie genutzt.

Mehr Infos zur PrEP findet ihr hier:

HIV-PrEP: HIV-Medikamente für Negative zum Schutz vor einer Ansteckung

Als ich vorhin Dr. Will Nutland (London School of Hygiene & Tropical Medicine) am Stand traf, der hier fleissig für prepster.info unterwegs ist, war mir klar:

Schnapp dir den Mann, die Kamera und die nächste Palme.

Hier seht ihr (auf englisch) was dabei rauskam:

VIDEO ist in Kürze verfügbar.